Mittwoch, 10. Juni 2009

Etrich Taube A/B (Lohner) Konstruktionszeichnungen

Die Fa. Lohner baute die Etrich Taube für die kuk Luftfahrtruppe in Serien, und zwar in der Serie A/B/C/D/E und F. In Abänderung der Zivilausführung erhilt die Militärausführung ein geändertes, verstärktes Fahrgestell mit 4 Räder und Kufengestell, daß das Flugzeug auch auf frisch gepflügten Feld landen und starten konnte. Das Fahrgestell der Taube VIII, der ersten Militärtaube, welche noch die Zivilausführung des Fahrwerks aufwies, hatte sich offensichtlich nicht bewährt.
Mit der ersten für das kuk Heer bestimmten Etrich Taube (Etrich-VIII, Auftr.Nr. AC.362) mit 65 PS Austro-Daimler Motor, vollbrachte Illner während des Dauer-Abnahmefluges für die Luftschifferabteilung am 2.April 1911 mit dem französischen Militärpiloten Georges Aman an Bord eine neue österr. Bestleistung - Illnerzog vor Sportkommissären in 80 - 100m Höhe seine Kreise mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von77 km/h und landete nach 2 Stunden 33 Min. und 9 Sek. Damit schlug Illner den Dauerrekord von Alfred Warchalovski um 16 Min. Somit war von den Übernahmebedingungen des Heeres der Punkt 2-stündiger Flug erfüllt. Am nächsten Tag wurde vor einer milit. Kommission die rasche Demontage und Aufbau getestet. Die Forderung lautete - Zerlegen in einer Stunde, Wiederaufbau in zwei Stunden. Illner konnte mit seinen Helfern den Etrich-Apparat in acht Minuten demontieren, und in 30 Min. war er wieder flugklar.
Neben diesen Direktauslieferungen von Etrich-Tauben fertigte die Fa. Lohner Einzelteile wie fertige Tragflächen, Fahrwerke und Rumpfteile, die einzeln an die MLG oder teilweise auch an die Daimler-Motorenges. in Wr. Neustadt gingen. Dort wurden einzelne Renntauben mit 120 PS A-D zusammengebaut. Es folgten auch Exportaufträge nach Italien, China, Rußland, England und Spanien.

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